Calcium

  1. 1 Analysenverfahren

    1. 1.1 Analysename

      Calcium
      1. 1.1.1 alternative(r) Analysenname(n)
        keiner
    2. 1.2 gängige Abkürzungen des Analysennamens

      Ca
    3. 1.2 Einheit

      mmol/l

        1.5.2 Referenzbereiche LIS

        Analyse Alter (Geschlecht) Referenz/GW/ThB Bewertung
        Calcium 0 - 9 Tage (AL) 1.90 - 2.60 mmol/l
        Calcium 10 - 364 Tage (AL) 2.25 - 2.75 mmol/l
        Calcium 1 - 1 Jahre (AL) 2.25 - 2.75 mmol/l
        Calcium 2 - 11 Jahre (AL) 2.20 - 2.70 mmol/l
        Calcium 12 - 17 Jahre (AL) 2.10 - 2.55 mmol/l
        Calcium 18 - 199 Jahre (AL) 2.20 - 2.60 mmol/l
        Calcium 0 - 120 Jahre (NN)
        Calcium 0 - 120 Jahre (AL) 2.2 - 2.9 mmol/l Rind
        Calcium 0 - 120 Jahre (AL) 2.5 - 3.4 mmol/l Pferd
        Calcium 0 - 120 Jahre (AL) 2.3 - 3 mmol/l Katze
        Calcium 0 - 120 Jahre (AL) 2 - 3 mmol/l Hund
        Calcium 0 - 120 Jahre (AL) 2.4 - 3 mmol/l Schwein
        Calcium 0 - 120 Jahre (AL) andere:
    4. 1.6 Methode

      5-Nitro-5'methyl-BAPTA (Photometrie)
  2. 2 Untersuchungsmaterial

    1. 2.1 spezielle Präanalytik

      schnellstmöglich Serum trennen

    2. 2.2 Primärprobe

      Vollblut
    3. 2.3 Probe

      Serum
    4. 2.8 Einzusendende Probenmenge

      1000 µl Serum
  3. 3 Indikation / Interpretation

    1. 3.1 Indikation - Wofür wird diese Untersuchung benötigt?


      V.a. osteoblastische oder osteoklastische Knochenmetastasen, V.a. multiples Myelom, V.a. primären, sekundären oder tertiären Hyperparathyreoidismus, V.a. granulomatöse Erkrankungen (M. Wegner, Sarkoidose, Tuberkulose), V.a. Cushing-Syndrom (selten Hypercalcämie), Abklärung einer Nephrolithiasis, Abklärung unklarer Tetanien oder Myopathien, Abklärung eines Polyurie/Polydipsie-Syndroms

       

       

       

    2. 3.2 Interpretation der Resultate - Was bedeuten Ergebnisse in verschiedenen Wertelagen?

      Bei der Bewertung des Gesamt-Ca-Gehaltes ist zu berücksichtigen, dass seine Konzentration im Serum durch das Totalprotein (insbes. Albumin) beeinflusst wird. Albumin ist für 80-90% der proteingebundenen Ca-Fraktion verantwortlich (Alb-Abfall um 1g/dl führt zur Erniedrigung von Ca um 0,25mmol/l). Wenn keine quantitativen und qualitativen Veränderungen des Gesamtproteins vorliegen, ist die Bestimmung des Gesamtcalciums dem ionisierten Ca gleichwertig.
      Für die diagnostische Bewertung sollte die Ca-Ausscheidung und der Phosphathaushalt mit berücksichtigt werden.

      Hypercalziämie:
      Osteoklastische Knochenmetastasen, multiples Myelom, primärer Hyperparathyreoidismus, granulomatöse Erkrankungen (M. Wegner, Sarkoidose, Tuberkulose), Cushing-Syndrom (selten)

      Hypocalziämie:
      osteoblastische Knochenmetastasen, Hypoparathyreoidismus, idiopathische Hypercalcurie

      1. 3.2.1 Störfaktoren/Interferenzen
        Proben, die Präzipitate enthalten, müssen vor dem Test zentrifugiert werden.
        Hämolyse: Keine signifikante Interferenz bis zu einem H‑Index von 1000(ca. 621 μmol/L bzw. 1000 mg/dL Hämoglobin)
        Lipämie (Intralipid): Keine signifikante Interferenz bis zu einem L‑Index von 1000. Es besteht keine zufriedenstellende Übereinstimmung zwischen dem L‑Index (entspricht der Trübung) und der Triglycerid-Konzentration.
        Ikterus: Keine signifikante Interferenz bis zu einem I‑Index von 60 für konjugiertes und unkonjugiertes Bilirubin (konjugiertes und unkonjugiertes Bilirubin: ca. 1026 μmol/L bzw. 60 mg/dL)
        Magnesium: Keine signifikante Interferenz durch Magnesium bis zu einer Konzentration von 15 mmol/L (36.5 mg/dL)
        Die Interferenz von Gadolinium-haltigen, intravenös verabreichten Kontrastmitteln für MRT (Magnetresonanztomographie) wurde getestet (Omniscan, Optimark), in der therapeutischen Konzentration konnte keine Interferenz festgestellt werden. Bei höheren Konzentrationen wurden Interferenzen beobachtet.
        In sehr seltenen Fällen kann eine Gammopathie, insbesondere vom Typ IgM ( Waldenström-Makroglobulinämie), zu unzuverlässigen Ergebnissen führen.
        Medikamente: In therapeutischen Konzentrationen wurden bei üblichen Medikamenten-Panels keine Störung gefunden.
    1. 4.1 Rückführzeit / Untersuchungsfrequenz

      täglich
      TAT beträgt 5 Stunden, eilige Proben werden vorgezogen
      bei Eingang der Probe bis 17:00 Uhr wird eine taggleiche Befundung gewährleistet
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