Glucose (Hämolysat)

  1. 1 Analysenverfahren

    1. 1.1 Analysename

      Glucose im Hämolysat
      1. 1.1.1 alternative(r) Analysenname(n)
        keiner
    2. 1.2 gängige Abkürzungen des Analysennamens

      OGTTNUH/OGTT1SH/OGTT2SH
    3. 1.2 Einheit

      mg/dl

        1.5.2 Referenzbereiche LIS

        Analyse Alter (Geschlecht) Referenz/GW/ThB Bewertung
        Glucose n�chtern 0 - 120 Jahre (AL) < 90 mg/dl
    4. 1.6 Methode

      Photometrie
  2. 2 Untersuchungsmaterial

    1. 2.1 spezielle Präanalytik

      Hämolyse sofort durchführen 500 µl Hämolysereagenz + 20 µl Blut, mischen, Schaumbildung vermeiden. Vor Durchführung der Bestimmung mindestens 5 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen.

    2. 2.2 Primärprobe

      Kapillarblut
    3. 2.3 Probe

      Hämolysat
    4. 2.8 Einzusendende Probenmenge

      1 ml (incl. Hämolysereagenz)
  3. 3 Indikation / Interpretation

    1. 3.1 Indikation - Wofür wird diese Untersuchung benötigt?

      Diagnose und Therapie bei Kohlenhydrat-Stoffwechselerkrankungen ohne nennenswerten Glucoseabbau in vitro

    2. 3.2 Interpretation der Resultate - Was bedeuten Ergebnisse in verschiedenen Wertelagen?

      Da Glucose sehr schnell in vitro abgebaut wird, werden heute Plasmaproben mit 2 Hemmstoffen des Glucoseabbaus verwendet werden. Empfohlen sind dabei insbesondere kombinierte NaF-Citrat-Plasmaröhrchen (Glucoexact-Röhrchen). Die Glucosebestimmung aus Hämolysat ist aber das Verfahren, das ohne nennenwerte Verfälschung der Werte durch vorzeitigen Abbau der Glucose in vitro eine zuverlässige Glucosebestimmung gewährleistet. Im Glucosehämolysat sind die Blutzuckerwerte bis zu 7 Tagen stabil.

      1. 3.2.1 Störfaktoren/Interferenzen

        Lipämie (Intralipid): Keine wesentliche Beeinflussung bis zu einem Index L von 1000. Es besteht keine zufriedenstellende Übereinstimmung zwischen dem L-Index (entspricht der Trübung) und der Triglyceridkonzentration.
        Ikterus: Keine wesentliche Beeinflussung bis zu einem Index I von 60 (ca. 60 mg/dl konjugiertes und unkonjugiertes Bilirubin).
        In sehr seltenen Fällen kann eine Gammopathie, insbesondere vom Typ IgM (Morbus Waldenström), zu unzuverlässigen Ergebnissen führen.

    1. 4.1 Rückführzeit / Untersuchungsfrequenz

      täglich, bei Probeneingang bis 17:00 Uhr
       
       
zurück