3.2 Interpretation der Resultate - Was bedeuten Ergebnisse in verschiedenen Wertelagen?
Das Ergebnis ist immer in Zusammenschau mit dem Serum- bzw. Plasmacalcium, dem Albumin-korrigierten Calcium, dem freien Calcium (ionisiertes Calcium), pH-Wert zu interpretieren.
Erkrankungen, die mit einer Hypercalziurie einhergehen: Knochenmetastasen, Plasmozytom, primärer und sekundärer Hyperparathyreoidismus, endogener Hypercortisolismus (selten), granulomatöse Erkrankungen (Sarkoidose, M. Wegner, Tuberkulose, M. Crohn)
Erkrankungen, die mit einer Hypocalzurie einhergehen: Vitamin D-Mangel, Niereninsuffizienz, familiär hypocalcurische Hypercalcämie (Calciumexkretion (Ca/Crea-Quotient) < 0,01)
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3.2.1 Störfaktoren/Interferenzen
Hämolyse: Keine wesentliche Beeinflussung bis zu einer Hämoglobinkonzentration von 1000 mg/dl.
Ikterus: Keine wesentliche Beeinflussung bis 60 mg/dl konjugiertes Bilirubin.
Magnesium: Keine wesentliche Beeinflussung bis zu einer Konzentration von 145,8 ml/dl.
Harnstoff: Keine wesentliche Beeinflussung bis zu einer Konzentration von 9610 mg/dl.
Medikamente: In therapeutischen Konzentrationen wurde bei üblichen Medikamenten-Panels keine Interferenz gefunden.
Die Inteferenz von Gadolinium-haltigen, intravenös verabreichten Kontrastmitteln für MRT (Magnetresonanztomographie) wurde getestet (Omniscan, Optimark). Omniscan störte nicht in therapeutischen Konzentrationen. Interferenzen traten aber bei höheren Konzentrationen auf. Bei Optimark wurden Störungen in therapeutischen und höheren Konzentrationen beobachtet.