| Analyse | Alter (Geschlecht) | Referenz/GW/ThB | Bewertung |
|---|---|---|---|
| Urin: Legionellen Antigen | 0 - 120 Jahre (AL) | < 0.7 Index | <0.7 negativ |
| Urin: Legionellen Antigen | 0 - 120 Jahre (AL) | < 0.7 Index | 0.7 positiv |
keine
V.a. Legionellose
Resultat negativ: Mit dem Antigentest im Urin wird hauptsächlich die L. pneumophila-Serogruppe 1 erfasst. Ein negatives Testergebnis schließt eine Infektion mit Legionella pneumophila der Serogruppe 1 jedoch nicht aus. L. pneumophila der Serogruppe 1 ist nur für ca. 70% aller Legionellosen verantwortlich. Es könnte eine Legionellose durch eine nicht erfasste andere Serogruppe oder eine andere Legionellen-Spezies vorliegen. Darüber hinaus kann die Antigenmenge bei verdünntem Urin oder geringer Erregerlast unter der Detektionsschwelle liegen. Daher sollte bei weiterbestehendem Verdacht auf eine Legionellose eine Verlaufskontrolle aus Urin erfolgen. Darüber hinaus empfiehlt sich ggf. eine Untersuchung mittels PCR aus Atemwegsmaterial.
Resultat positiv: Das Resultat sollte in Verbindung mit den Befunden aus der klinischen Untersuchung des Patienten und weiteren diagnostischen Verfahren interpretiert werden. Ein simultaner Nachweis von S. pneumoniae Antigen im Urin im Rahmen von Koinfektionen wurde beschrieben. Bei einigen Patienten persistiert die Antigen-Ausscheidung über längere Zeit. Bei immundefizienten Personen wurde eine Nachweisdauer für das Antigen über mehrere Monate nachgewiesen.
Falsch positive Ergebnisse durch Präsenz von Rheumafaktoren im Urin sowie bei Patienten mit Serumkrankheit oder unter Therapie mit Hasenserum sind beschrieben. Störende Proteine werden in einem zusätzlichen Ansatz hitzeinaktiviert. Bei negativem Resultat ist von einer Interferenz durch Rheumafaktoren o.ä. auszugehen.
Meldepflicht
Ein positiver Legionellen-Antigen-Nachweis im Urin stellt einen meldepflichtigen Laborbefund nach §7 Infektionsschutzgesetz dar.
Das Antiseptikum Povidon-Jod, das vor und nach chirurgischen Eingriffen zur Hautdesinfizierung verwendet wird, interferiert mit dem Test; daher sollte es vor der Urinprobenahme nicht verwendet werden.
Interferenzen
Kontrollierte Tests potenziell störender Substanzen ergaben bei den unten angeführten Substanzen in den angegebenen Konzentrationen keine Interferenzen mit dem Assay.
| Stoffe | getestete Konzentration | Stoffe |
getestete Konzentration |
| Urea | 20 mg/mL | Acetylcystein | 10 mg/L |
| NaCl | 750 mmol/L | Salicylursäure | 6 mg/mL |
| Hämoglobin | 1000 mg/dL | Bilastin | 0,22 mg/mL |
| Albumin | 6000 mg/dL | Rupatadin | 0,22 mg/mL |
| Vollblut | 1 Vol.-% | Terfenadin | 0,22 mg/mL |
| Konjugiertes Bilirubin | 5 mg/dL | Fexofenadin | 0,22 mg/mL |
| Plasma | 5 Vol.-% | Amphotericin B | 0,05 mg/L |
| Serum | 5 Vol.-% | Koffein (anhydrisch) | 4 mg/mL |
| Kreatinin | 1 mmol/L | Oxalsäure | 0,1 mg/mL |
| Glukose | 2 mmol/L | Erythromycin | 0,1 mg/mL |
| Biotin | 10 μg/mL | Rifampicin | 0,2 mg/mL |
| Ascorbinsäure | 0,4 mg/mL | Dihydrocodein | 0,25 Vol.-% |
| Ibuprofen | 1000 mg/L | Oseltamivir (Tamiflu) | 0,03% |
| Borsäure | 0,26% Gew.-% | Propylenglykol | 5 Vol.-% |
| Gentamicinsulfat | 400 mg/L | Hydroxyethylcellulose | 0,1 Vol.-% |
| NaOH | bis auf pH 8 | HCl | bis auf pH 5 |