Vigabatrin

  1. 1 Analysenverfahren

    1. 1.1 Analysename

      Vigabatrin
      1. 1.1.1 alternative(r) Analysenname(n)
        --
    2. 1.2 gängige Abkürzungen des Analysennamens

      --
    3. 1.2 Einheit

      mg/l

        1.5.2 Referenzbereiche LIS

        Analyse Alter (Geschlecht) Referenz/GW/ThB Bewertung
        Vigabatrin 0 - 120 Jahre (AL) 2 - 10 mg/l
    4. 1.6 Methode

      LC-MS/MS
  2. 2 Untersuchungsmaterial

    1. 2.1 spezielle Präanalytik

      Probennahme wird unmittelbar vor der Verabreichung der nächsten Dosis im steady stade empfohlen, da sich der therapeutische Bereich auf den entsprechenden Talspiegel bezieht. Die Primärproben sollten dunkel und gekühlt schnellst möglich in das Labor und dann der Überstand nach Zentrifugation bei -20°C bis zur Bestimmung aufbewahrt werden.

    2. 2.2 Primärprobe

      Vollblut
    3. 2.3 Probe

      Als Untersuchungsgut wird Serum verwendet. Laut Literaturangaben sollten Antikoagulantien wie Citrat, Oxalat oder Heparin vermieden werden, da sie die Werte einiger Medikamente verfälschen können. Blutproben sollten aus der leicht gestauten Vene entnommen werden. Dabei ist eine artifizielle Hämolyse zu vermeiden. Bitte beachten: Es wird empfohlen, keine Blutabnahmeröhrchen mit Gel-Separatoren zu verwenden. Manche Gele können die Analyten teilweise adsorbieren und so zu fälschlich erniedrigten Analysenwerten führen. Des Weiteren verursachen manche Gele Störpeaks, die die chromatographische Trennung beeinflussen können.
    4. 2.8 Einzusendende Probenmenge

      200 µl Serum
  3. 3 Indikation / Interpretation

    1. 3.1 Indikation - Wofür wird diese Untersuchung benötigt?

      Therapeutisches Drug-Monitoring.

    2. 3.2 Interpretation der Resultate - Was bedeuten Ergebnisse in verschiedenen Wertelagen?

      Angaben zum therapeutischen Bereich inclusive etwaiger Hinweise zur Beurteilung finden sich im Befundbericht.

       

       

      1. 3.2.1 Störfaktoren/Interferenzen

        Folgende häufig verwendete Medikamente beeinflussen die quantitativen Ergebnisse nicht nennenswert (Abweichung ≤ 15 %); Herstellerangaben:

        Acetazolamid, Acetylcystein, Acetylsalicylsäure, Aciclovir, Allopurinol, Amikacin, Amlopidin, Amoxicillin, Ampicillin, Azathiorin, Azithromycin, Bisoprolol, Captopril, Carbamazepin, Carbamazepin-10, 11-epoxid, Cephadrin, Chlorampenicol, Chlordiazepoxid, Cimetidin, Ciprofloxacin, Clarithromycin, Dexamethason, Diazepam, Diclofenac, Digitoxin, Digoxin, Dihydrocodein, Disopyramid, Enalaprilat, Erythromycin, Furosemid, Ganciclovir, Gentamycin, Hydrochlorothiazid, Ibuprofen, Isosorbiddinitrat, itraconazol, Ketonazol, Levofloxacin, Levothyroxin, Lidocain, Lorazepam, Metformin, Methicillin, Methylprednisolon, Metoclopramid, Metoprolol, Mycophenolsäure, Mycophenolsäure-Glucuronide, N-Acetylprocainamid, Nadolol, Natriumfluorid, N-Desmethyldiazepam, Neomycin, Nifedipin, Norverapamil, Omeprazol, Oxazepam, Oxipurinol, Paracetamol, Penicillin G, Penicillin V, Phenytoin, , Prazosin, Prednisolon, Prednison, Procainamid, Propanolol, Ranitidin,Risperidon, Rifampicin, Salbutamol, Salicylsäure, Streptomycin, Sulfamethoxazol, Triameteren, Trimethoprim, Valproinsäure, Vancomycin, Verapamil.

        Interferenzen:

        Der Coffein-Metabolit Paraxanthin (1,7 Dimethylxanthin) eluiert vor Theophyllin bei gleichen Massenübergängen (MRM 1 181-96, MRM 2 181-69 und MRM 3 181-124). Beide Substanzen werden ausreichend voneinander getrennt, eine Unterlagerung und damit falsch positive Bestimmung von Theophyllin ist deshalb nicht möglich

        Das orale Antidiabetikum Metformin (1,1-Dimethylbiguanid) ist isobar mit Vigabatrin und kann zu einer Unterlagerung des Antiepileptikums führen. Eine Unterscheidung anhand der Retentionszeiten oder MRM ist nicht möglich.

         

        Das Schleifendiuretikum Furosemid stört die Analytik von Carbamazepin-diol und kann zu falsch positiven Ergebnissen des Analyten führen.

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