SARS-CoV-2 Antikörper Spike-Protein

  1. 1 Analysenverfahren

    1. 1.1 Analysename

      Anti-SARS-CoV 2 S
      1. 1.1.1 alternative(r) Analysenname(n)
        Corona-AK nach Impfung
    2. 1.2 gängige Abkürzungen des Analysennamens

      -
    3. 1.2 Einheit

      RU/ml

        1.5.2 Referenzbereiche LIS

        Analyse Alter (Geschlecht) Referenz/GW/ThB Bewertung
        SARS-CoV-2-S-Ag IgG Ak 0 - 999 Jahre (AL) < 8.0 RU/ml <8 negativ
        SARS-CoV-2-S-Ag IgG Ak 0 - 999 Jahre (AL) < 8.0 RU/ml cov2sigg: >=8 - <11 grenzwertig
        SARS-CoV-2-S-Ag IgG Ak 0 - 999 Jahre (AL) < 8.0 RU/ml >=11 positiv
    4. 1.6 Methode

      ELISA
  2. 2 Untersuchungsmaterial

    1. 2.1 spezielle Präanalytik

      keine

    2. 2.2 Primärprobe

      Vollblut
    3. 2.3 Probe

      Serum
    4. 2.8 Einzusendende Probenmenge

      1 ml
  3. 3 Indikation / Interpretation

    1. 3.1 Indikation - Wofür wird diese Untersuchung benötigt?

      Screeningtest für durchgemachte (asymptomatische) SARS-CoV-2-Virus-Infektion, Überprüfung des Impferfolges nach erfolgter Impfung mit den aktuell auf dem Markt befindlichen Impfstoffen auf Basis des Spike-Proteins nachzuweisen.

    2. 3.2 Interpretation der Resultate - Was bedeuten Ergebnisse in verschiedenen Wertelagen?

      Ergebnisse ≥ 0,80 U/ml werden als positiv bewertet. In diesem Fall kann von einer zurückliegenden Infektion bzw. von einer zurückliegenden Impfung mit erfolgter Antikörperantwort ausgegangen werden. Aktuell gibt es dabei jedoch noch keine Aussage, ab wann eine erneute Impfung durchgeführt werden sollte oder ab welchem Referenzbereich von einer sicheren Immunität ausgegangen werden kann. Zu beachten ist dabei auch, dass der Anti-SARS-CoV-2-S-Wert aufgrund der Antikörperdiversität in Abhängigkeit vom Testverfahren und dem angewandten Standard unterschiedlich hoch gemessen werden kann. Die bisherigen Studien zeigen, dass die meisten verfügbaren Impfstoffe einen über 90%-igen Schutz bieten. Wie lange der Impfschutz anhält, ist noch nicht abschließend geklärt, aber bei ersten Studienteilnehmern konnte man monatelang schützende Antikörper nachweisen. Je nach Impfstoff ist eine einmalige bzw. zweimalige Impfung notwendig um einen Impfschutz aufzubauen.

      Ergebnisse < 0,80 U/ml werden als negativ bewertet. Eine eindeutige Immunreaktion kann in diesem Fall nicht nachgewiesen werden. Ein negatives Testergebnis schließt die Möglichkeit einer Infektion mit SARS-CoV-2 jedoch nicht mit Sicherheit aus. Serum- oder Plasmaproben aus der sehr frühen Phase (vor Serokonversion) können gelegentlich zu negativen Ergebnissen führen. Es liegen auch Berichte vor, dass bestimmte Patienten mit bestätigter Infektion keine SARS-CoV-2-Antikörper bilden. Darüber hinaus wurde bei einigen Personen das Schwinden von Antikörpertitern innerhalb einiger Monate nach der Infektion beobachtet.

      1. 3.2.1 Störfaktoren/Interferenzen

        Hämolytische, lipämische und ikterische Proben ergaben bis zu einer Konzentration von 10 mg/ml für Hämoglobin, von 20 mg/ml für Triglyceride und von 0,4 mg/ml für Bilirubin keine Interferenzen im vorliegenden ELISA.
        Der Test wird nicht beeinflußt durch Albumin bis 60 g/l, Cholesterin bis 13 mmol/l, IgA 2,0 mg/ml, Biotin bis 3510 ng/ml, Paracetamol 200 mg/l, Asperin 900 mg/l, Ibuprofen 150 mg/l und Acetylcystein 150 mg/l. IgG und IgM zeigten ebenfalls keinen Einfluss auf das Ergebnis.

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