ACHR

  1. 1 Analysenverfahren

    1. 1.1 Analysename

      Acethylcholinrezeptor-Autoantikörper (ACHR)
      1. 1.1.1 alternative(r) Analysenname(n)
    2. 1.2 gängige Abkürzungen des Analysennamens

    3. 1.2 Einheit

      nmol/l

        1.5.2 Referenzbereiche LIS

        Analyse Alter (Geschlecht) Referenz/GW/ThB Bewertung
    4. 1.6 Methode

      RIA
  2. 2 Untersuchungsmaterial

    1. 2.1 spezielle Präanalytik

      Keine

       

       

    2. 2.2 Primärprobe

      Vollblut
    3. 2.3 Probe

      Serum
    4. 2.8 Einzusendende Probenmenge

      50 µl
  3. 3 Indikation / Interpretation

    1. 3.1 Indikation - Wofür wird diese Untersuchung benötigt?

      Bei der Myasthenia gravis verursachen Autoantikörper gegen den Acetylcholinrezeptor der motorischen Endplatte eine Störung der neuromuskulären Übertragung. Klinisch zeigt sich eine Schwäche und abnorme Ermüdbarkeit der Sklelettmuskulatur.

      Laut Literatur werden bei 95 - 99% der Patienten mit generalisierter und bei 55 - 70% der Patienten mit okulärer Myasthenie Autoantikörper gegen Acetylcholinrezeptoren gefunden. Daher ist der Radiorezeptorassay ein hochspezifischer und sensitiver Test bei der Diagnose einer Myasthenie.

      Die Messung der Antikörper kann bei der Krankheitsdiagnose von beträchtlichem Wert sein.

    2. 3.2 Interpretation der Resultate - Was bedeuten Ergebnisse in verschiedenen Wertelagen?

      Da die Antikörper-Konzentrationen beim einzelnen Patienten gut mit dem klinischen Zustand korrelieren, eignet sich der Test auch sehr gut zur Verlaufskontrolle einer Myasthenie.

      1. 3.2.1 Störfaktoren/Interferenzen

        - Bei unplausiblen Messwerten zu vorhandenen Vorwerten auf High-Dose-Hook-Effekt achten.
        - Bei unplausiblen Verdünnungsergebnissen muss weiter austitriert werden.

        Stark hämolytische, ikterische oder lipämische Proben werden verwendet und ggf. unter Vorbehalt erstellt.

        Hinweis:

        Je höher die Konzentration der ACHR-Antikörper in den Proben ist, desto eher kommt man in einen nichtlinearen Plateau-Bereich (High-Dose-Hook). Dieses führt zu falsch niedrigen Werten, da die lineare Kurve ab einer Konzentration >5.0 nmol/l wieder abfällt!

        Durch entsprechende Verdünnungen muss ein Messwert im linearen Bereich von < 5,0 nmol/l erreicht werden.

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