Analyse | Alter (Geschlecht) | Referenz/GW/ThB | Bewertung |
---|
Keine
Der Typ 1 Diabetes mellitus, auch insulinabhängiger Diabetes mellitus genannt, ist eine chronische Autoimmunerkrankung, verursacht durch die selektive Zerstörung der Insulin-produzierenden pankreatischen Beta-Zellen. Dabei werden Autoantikörper gegen die im Inneren der Betazelle lokalisierten Substanzen und Strukturen gebildet, die die Zellschädigung anzeigen. Somit ist das Vorhandensein von im Blut zirkulierenden Autoantikörpern ein früher Hinweis auf diesen Autoimmunprozess und kann für die prädiktive Diagnostik des Typ 1 Diabetes eingesetzt werden.
Gegen IA2 gerichtete Autoantikörper finden sich in Abhängigkeit vom Alter 50 - 70% der frisch manifestierten Typ 1 Diabetiker. Eine hohe Prävalenz zeigt sich bei Kindern und Jugendlichen, während im Erwachsenenalter weniger als 50% der Fälle bei der Diagnosestellung IA2-Autoantikörper aufweisen.
Die Haupteinsatzgebiete der IA2-Autoantikörper Bestimmung liegen in der Frühdiagnostik der Typ 1 Diabetes Risikopatienten:
IA2 und GAD 65-Autoantikörper treten selten zeitgleich auf, so daß sich beide Antikörperbestimmungen ergänzen. Durch die Kombination der Bestimmung mehrerer Autoantikörper wird die diagnostische Sensitivität und Spezifität für die Prädiktion des Typ 1 Diabetes deutlich erhöht. Speziell die Kombination GAD65/IA2-Autoantikörper kann dabei die Inselzellantikörper (ICA)-Bestimmung bei jüngeren Patienten ersetzen.
Stark hämolytische, ikterische oder lipämische Proben werden verwendet und ggf. unter Vorbehalt erstellt.