Analyse | Alter (Geschlecht) | Referenz/GW/ThB | Bewertung |
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keine
Abschätzung Malignitätsrisiko bei Prostatahypertrophien bzw. -hyperplasien
Ein erhöhter Gesamt-PSA-Wert ist unspezifisch hinweisend auf eine Prostataerkrankung. Über die Dignität der Veränderung macht das Gesamt-PSA keine Aussagen. Auch entzündliche Veränderungen oder nur die Manipulation an der Prostata erhöhen das Gesamt-PSA.
PSA liegt zwischen 5 - 40% in freier und zu 60 - 95% in gebundener Form vor. Dabei wird PSA zu 95 - 99,5% an den Serinproteaseinhibitor α1-Antichymotrypsin und zu 0,5 - 5% an α1-Trypsin gebunden. Freies und gebundenes PSA werden als Gesamt-PSA gemessen.
Bei malignen Veränderungen der Prostata ist der freie PSA-Anteil in der Regel unter 14% am Gesamt-PSA. Das ist besonders bedeutsam im Graubereich des Gesamt-PSA zwischen 4 - 10 mg/ml. In diesem Graubereich spricht also ein freier PSA-Anteil von < 14% eher für ein Prostatakarzinom, so dass sich weitere Diagnostik (bspw. eine Biopsie) anschließen sollte. Über 14% ist eher von einer benignen Veränderung auszugehen.