Analyse | Alter (Geschlecht) | Referenz/GW/ThB | Bewertung |
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CDT | 0 - 120 Jahre (AL) | < 2.47 % | |
Carbohydrate-Deficient Transferrin (CDT) absolut | 0 - 120 Jahre (AL) | 28.1 - 76.0 mg/l |
Die Hauptkomponente des Serum-Transferrins ist ein Glykoprotein mit einer Molekularmasse von ca. 80 kD, das zwei Polysaccharid-Seitenketten enthält. Jede Seitenkette trägt zwei endständige Sialinsäurereste. Humanes Serum-Transferrin kann jedoch in unterschiedlichen Isoformen mit verschiedenen Glykosylierungsgraden vorkommen. Bei gesunden Probanden dominiert mit ca. 90 % die Tetrasialoform mit zwei Kohlenhydratseitenketten, die jeweils zwei endständige Sialinsäurereste aufweisen. Infolge erhöhten Alkoholkonsums treten vermehrt Transferrinmoleküle auf, die nur eine
Kohlenhydratseitenkette aufweisen (Disialotransferrin), oder sogar keine Kohlenhydratseitenkette tragen (Asialotransferrin). Diese und weitere durch Alkoholkonsum induzierten strukturell veränderten Transferrin-Isoformen werden als CDT (Carbohydratedeficient Transferrin) bezeichnet.
Ein täglicher Alkoholkonsum von ca. 50 – 60 g Ethanol über zwei Wochen führt in der Regel zu erhöhten CDT-Spiegeln. Eine Normalisierung erhöhter CDT-Werte ist nach einer Alkoholabstinenz von ca. zwei bis vier Wochen, in Abhängigkeit von der Höhe des CDTSpiegels, zu erwarten.
Die Bestimmung von CDT liefert einen wertvollen Beitrag zur Erkennung von Patienten mit chronisch erhöhtem Alkoholkonsum, zum Monitoring von Änderungen im Alkoholkonsum und zur Abstinenzkontrolle. Unter den nicht-Alkohol-bedingten Erkrankungen, die eine CDT-Erhöhung auslösen können, sind chronisch aktive Hepatitiden, primäre Gallenstauungszirrhosen, Leberversagen und das äußerst seltene CDG- (Carbohydrate-deficient Glycoprotein) Syndrom zu nennen.
Die Berechnung von %CDT aus der CDT-Konzentration und der Transferrin-Konzentration erlaubt eine weitgehende Minimierung der Einflüsse von Transferrin-Spiegel, Eisen-Status, und leichter bis mittelgradiger Leberfunktionseinschränkungen auf das CDT-Resultat. Eine weitere Verbesserung der diagnostischen Vorhersagekraft kann durch die Kombination von CDT und γGT (γ-Glutamyltransferase) erzielt werden.
CDT wird als Marker für chronischen Alkoholkonsum eingesetzt. Ein täglicher Alkoholkonsum von ca. 50 – 60 g Ethanol über zwei Wochen führt in der Regel zu erhöhten CDT-Spiegeln. Eine Normalisierung erhöhter CDT-Werte ist nach einer Alkoholabstinenz von ca. zwei bis vier Wochen, in Abhängigkeit von der Höhe des CDTSpiegels, zu erwarten.
Lipämische Proben und Proben, die Präzipitate enthalten, müssen vorab zentrifugiert werden. Solten sie nicht zu klären sein, dürfen sie nicht eingesetzt werden.
Keine hitzeinaktivierten Proben verwenden
CDT:
Der Test wird nicht beeinflußt durch Ikterus (Bilirubin bis 0,6 g/l), Hämolyse (Hb bis 10 g/l), Lipämie (Triglyceride bis 16,2 g/l) und RF bis 3390 IU/ml.
TRF:
Der Test wird nicht beeinflußt durch Ikterus (Bilirubin bis 0,6 g/l), Hämolyse (Hb bis 10 g/l), Lipämie (Triglyceride bis 8,2 g/l).
Kein High-Dose-Hook-Effekt bis 9,46 g/l.