Magnesium

  1. 1 Analysenverfahren

    1. 1.1 Analysename

      Magnesium
      1. 1.1.1 alternative(r) Analysenname(n)
        keiner
    2. 1.2 gängige Abkürzungen des Analysennamens

      Mg, Mg++, Mg2+
    3. 1.2 Einheit

      mmol/l

        1.5.2 Referenzbereiche LIS

        Analyse Alter (Geschlecht) Referenz/GW/ThB Bewertung
        Magnesium 0 - 6 Tage (AL) 0.62 - 0.91 mmol/l
        Magnesium 0 - 5 Jahre (AL) 0.7 - 0.95 mmol/l
        Magnesium 6 - 11 Jahre (AL) 0.7 - 0.86 mmol/l
        Magnesium 12 - 19 Jahre (AL) 0.7 - 0.91 mmol/l
        Magnesium 20 - 59 Jahre (AL) 0.66 - 1.07 mmol/l
        Magnesium 60 - 89 Jahre (AL) 0.66 - 0.99 mmol/l
        Magnesium 90 - 120 Jahre (AL) 0.7 - 0.95 mmol/l
        Magnesium 0 - 120 Jahre (NN)
        Magnesium 0 - 120 Jahre (AL) 0.8 - 1.2 mmol/l Rind
        Magnesium 0 - 120 Jahre (AL) 0.5 - 0.9 mmol/l Pferd
        Magnesium 0 - 120 Jahre (AL) 0.6 - 2 mmol/l Katze
        Magnesium 0 - 120 Jahre (AL) 0.6 - 1.3 mmol/l Hund
        Magnesium 0 - 120 Jahre (AL) 0.5 - 1.3 mmol/l Schwein
        Magnesium 0 - 120 Jahre (AL) 1.2000 mmol/l andere:
    4. 1.6 Methode

      Photometrie
  2. 2 Untersuchungsmaterial

    1. 2.2 Primärprobe

      Vollblut
    2. 2.3 Probe

      Serum
    3. 2.8 Einzusendende Probenmenge

      1 ml
  3. 3 Indikation / Interpretation

    1. 3.1 Indikation - Wofür wird diese Untersuchung benötigt?

      Verdacht auf starken Mg-Mangel (assoziiert mit Hypokalizämie u. Hypokaliämie), bei neuromuskulärer Übererregbarkeit(Tremor, Tetanie, schwere Krämpfe usw.), bei V.a. parathyreoprivem Hypoparathyreoidismus (insbesondere nach totaler Thyreodektomie), bei Dauertherapie mit Diuretika und nephrotoxischen Medikamenten, chronisch intestinalen Resorptionsstörungen, Alkoholentzug, parenteraler Ernährung.

    2. 3.2 Interpretation der Resultate - Was bedeuten Ergebnisse in verschiedenen Wertelagen?

      Erhöhte bzw. erniedrigte Magnesiumkonzentrationen gehen meist mit entsprechend veränderten Calcium-Werten einher.

      Ursachen der Hypomagnesiämie:
      - renale Verluste (nephrotoxische Medikamente ,Diuretika, nephrotisches Syndrom, Hyperkalziurie),
      - gastrointestinale Verluste,
      - mangelhafte Zufuhr oder ein erhöhter Bedarf

      Pseudohypomagnesiämie: niedrige Albuminwerte führen zu reduzierten Mg-Werten, ohne dass ein Mangel vorliegt (20% des Mg sind im Serum an Albumin gebunden)

      Ursachen der Hypermagnesiämie:

      - akutes und chronisches Nierenversagen

      - Dehydratation

      - schwere unbehandelte diabetische Acidose

      - übermäßige Einnahme von Magnesium-haltigen Antacida bzw. Laxantien (MgSO4)

      Interferenzen:
      Proben mit sichtbarer Hämolyse werden für die Analytik nicht empfohlen.
      Hämolyse und Lipämie können zu falsch erhöhten Werten führen

      Einige Gadolinium-Kontrastmittel für die Kernspintomographie, wie bspw. Omniscan®, Optimark® und Magnevist® können diese Methode stören.

      1. 3.2.1 Störfaktoren/Interferenzen
        Proben, die Präzipitate enthalten, müssen vor dem Test zentrifugiert werden.
        Ikterus: Keine wesentliche Beeinflussung bis zu einem Index I von 60 für konjugiertes und unkonjugiertes Bilirubin (ca. 60 mg/dl konjugiertes und unkonjugiertes Bilirubin).
        Hämolyse: Keine wesentliche Beeinflussung bis zu einem Index H von 800 (ca. 800 mg/dl Hämoglobin).
        Lipämie (Intralipid): Keine wesentliche Beeinflussung bis zu einem Index L von 2000. Es besteht keine zufriedenen Übereinstimmung zwischen dem Index L (entspricht der Trübung) und der Triglyceridkonzentration.
        In sehr seltenen Fällen kann eine Gammopathie, insbesondere vom Typ IgM (Morbus Waldenström), zu unzuverlässigen Ergebnissen führen.
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